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Brinke´s sagenhafte Route

Wegweiser

 

Die Elsdorfer Börde, mit seinem namengebenden Ort Elsdorf, zwischen dem alten Hatzter- und Mehlmoor gelegen, hat eine lange Geschichte. Erstmals wurde es etwa um 1050 als Ellestorp urkundlich erwähnt. Bei Ausgrabungen fand man aber auch Hügelgräber aus der Bronzezeit und Grabfelder aus der Steinzeit. Schon um das Jahr 2000 v. Chr. lebten hier Menschen. Prägend für das Dorf wurden dann die Sachsen, sie lebten hier im 1. Jahrhundert n. Chr., auf sie geht ein alter Burgwall zurück, den man ebenfalls bei Ausgrabungen wiederentdeckte. Auch Franken hat es hier einmal gegeben, davon zeugt der Ortsname Frankenbostel. Wie und auf welche Weise die Franken hier siedelten, ist aber unbekannt.


Das Christentum und mit ihm die Kirche kam wohl erst durch die Feldzüge Karl des Großen nach Elsdorf. Die Kirche wurde über Jahrhunderte zur wichtigsten Institution am Ort. Ortspfarrer und Dorfschullehrer waren hier die Träger von Bildung und nicht zu Letzt auch die Garanten dafür, dass viele der Geschichten und Sagen der alten Elsdorfer bis in unsere Zeit hinein überliefert werden konnten. Auf welchem Weg die Reformation in das Dorf Einzug hielt, ist nicht genau überliefert. Manche Quellen sprechen von einem friedlichen Übergang zum lutherischen Bekenntnis. Ansonsten ist uns aus dem Schicksal Elsdorfs im Mittelalter nicht viel bekannt.


Die Kirchenbücher der Gemeinde Elsdorf berichten uns von mancher Seuche und den Vernichtungen durch Wetter und Kriege. Der Dreißigjährige Krieg verschonte auch die Region um Elsdorf herum nicht. Fundstücke erzählen noch heute von mancher Schlacht und Plünderung. Die Sage von der Mühle bei Volkensen zeugt von den Verlusten an Menschen, Hab und Gut. Bis in das 19. Jahrhundert starben immer wieder viele Dorfbewohner an unterschiedlichen Seuchen, eine besonders starke war die Ruhr-Epidemie im Jahr 1758, die wohl von französischen Truppen während des Siebenjährigen Krieges eingeschlepptwurde.

 

Die Kirchenbücher zählen die Namen der Höfe auf, mancher davon  ndet sich auch heute noch unter den Elsdorfern wieder. Als eine der frühesten Geschichten über Elsdorf ist uns aber die Sage der Ida von Elsdorf überliefert. Diese berichtet nicht nur vom schicksalhaften Leben der Grä n aus dem 11. Jahrhundert, sondern auch davon, wie es ihren Besitztümern nach ihrem Tode weitererging. Nachdem sie im Besitz der Grafen von Stade waren, wurden sie an unterschiedliche Ritter belehnt, unter ihnen ein Herr von Schulte. Mit dieser Familie blieb die Geschichte des Orts lange verbunden. Sie waren Patrone der Kirche in Elsdorf und Herren mehrerer Höfe. Erst Ende des 18. Jahrhunderts waren die Höfe dann im bäuerlichen Besitz.

 

Vorbei an Mooren und Feldern führt auf gut ausgebauten Wegen die sagenhafte Route des Dor ehrers Georg Brinke durch die Landschaft und die Dörfer unserer Elsdorfer Börde. Den Sagen und Erzählungen folgend, die der Dor ehrer, Dichter und Heimatforscher Georg Brinke (1887 - 1970) gesammelt und geschrieben hat, führt der Radweg an die landschaftlich schönsten Orte der Gegend. Inmitten des attraktiven Landstrichs zwischen Löhmoor und Hatzter Moor lädt die Natur zum intensiven Erleben ein.

 

Auf dem Rad unterwegs, vermittelt sich durch die Sagen außerdem ein neuer Blick auf eine scheinbar verschwundene Landschaft. Das Leben im Dorf und mit der Natur, der Wechsel der Jahreszeiten und die Geschichte der Menschen, die in der Gemeinde Elsdorf zu Hause sind, werden bei der Radwanderung auf Brinke‘s sagenhafter Route erfahrbar. Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen in der Elsdorfer Börde!

 

 

>Die einzelnen Sagen<